Projekt: Verminderung der Bleibelastung im Abwasser
Ein Modellprojekt für das KeramikerhandwerkIm Töpfer- und Keramikerhandwerk werden bleihaltige, wässrige Lasuren eingesetzt. Diese sind für die Qualität der am Markt eingeführten Produkte (z.B. Bürgelkeramik) unersetzbar. Durch Reinigungs- und Verschleppungsprozesse werden kleinste, unvermeidbare Mengen von Bleiverbindungen dem Abwasser zugeführt, die dann unbehandelt zu einer Überschreitung der Einleitwerte führen. Das belegen Laboranalysen. Die bisher von den Handwerkern eingeleiteten Maßnahmen zur Einhaltung der Einleitwerte erfüllen trotz aller Sorgfalt im Umgang mit diesen Lasuren die Minimalanforderungen nur selten. Die bisherigen organisatorischen und technischen Maßnahmen - welche die in dieser Branche anerkannten Regeln der Technik darstellen - sind nur im günstigsten Falle geeignet, die Mindestanforderungen einzuhalten. Bisherige Bemühungen der Handwerksbetriebe zum Ersatz dieser bleihaltigen durch bleifreie Lasuren führen zu qualitativ ungenügenden Produkten.
